Frühstück!


Pascal S.: Standesgemäß. Time to shine. Time to execute. BGZ gegen Balkan United. Ein intensives Spiel zum Abschluss von zwei Jahren. Wir verlieren es knapp. Die Balkan Boys haben 3 athletische Insidespieler in ihren Reihen. Wir drehen das Spiel in Halbzeit 1, machen aus 2:12 ein 17:15. Es geht hin und her. Kurz vor Schluss liegen wir mit 8 Punkten hinten. Ich rufe zwei Plays für Pascal auf. "Up für Pascal". Die Balkan Boys wissen nicht, was sie erwartet. BGZ hingegen schon. Die mu14 und mu16 schauen zu. Pascal knallt den ersten 3er Swish rein. Nächste Offense: "Up für Pascal". Pascal knallt den zweiten 3er rein. Danach stürzen sich alle Verteidiger auf Pascal, die 3 Insidebanger spielen sofort Step-out. Sie wollen Pascal keinen dritten 3er geben. Die BGZ Kids sind aus dem Häuschen. Thure nennt Pascal nur noch Maschine. Kurz vor Schluss macht Pascal noch einen. Seinen dritten 3er in zwei Minuten. Aus 8 Metern gegen den auf ihn zurennenden Spieler. Am Ende reicht es leider nicht, um die Balkan Boys zu besiegen. Sie kommen eine Runde weiter, wir scheiden aus. Ich bin glücklich, weil die Herren sich noch einmal in Bestform präsentiert haben. Mit ihrem Kapitän, der die großen Momente am Ende des Spiels hatte. Ich bin traurig, weil ich nicht mehr Pascals Coach sein kann. Der Mann, der mich gut aussehen ließ. Der Mann, der sich ins Coaching einbrachte. Die Telefonate werden mir fehlen. Es war ein perfekter Abschied für zwei tolle Jahre.  


Philip K.: Der Mann mit den zwei Gesichtern. Als Trainer nennen ihn die meisten Philip. Für mich war er schon immer Kraski. Ein Nachname zum Verlieben. Ein Mann mit Schizophrenie. Als Trainer ein ruhiger und umsichtiger Zeitgenosse. Meistens. Die mu12 konnte im letzten Jahr eine Menge lernen. Auf dem Spielfeld ein Heißsporn, in jedem Training ein Heißsporn. Er lebt er für den Moment, für jeden Looseball. Donnerstagabend im November Kraski gibt 100% im Training. Auf dem Parkett in Göteburg rutscht er 5 Meter, um den Ball zu erwischen. Das sind Aktionen, die ihm in Fleisch und Blut übergegangen sind. Bei ihm gilt Robbie Bauers Spruch: "Das größte Talent ist das Talent zu arbeiten." Daher ist Kraski megatalentiert. Er verteidigt jeden Point Guard, jeden Flügel, jeden Insidebanger. Berüchtigt war seine Knoblauchsuppe, die er auf dem Hinweg verpeist hat, und somit zum ohnehin angenehmen Duftgemisch beigetragen hat. Solange Du bei BGZ bleibst, hat BGZ den variabelsten Verteidiger in der Herren Oberliga. Selbst Stergios schaute die Spiele auf Video und schwärmte gleich von der Intensität der #7 von BGZ. Das ist Philip. Kraski. Der Mann mit Pferdelunge.


Philipp M.: Der Klassenclown im Klassenzimmer. Das Klassenzimmer war eher ein Schlafzimmer. 18 Menschen auf 25m2. Philipp mittendrin. Die Zahnspange macht sein gewinnendes Lächeln noch sympathischer. Unvergessen sein Satz, nachdem eine Gruppe ihre Frage nicht mehr genau wusste: "Krass. Ihr habt euch ja gar nicht auf die Frage vorbereitet." Leo und ich mussten uns das Lachen verkneifen. Philipp ist ein Glue Guy. Er erheitert die Massen und lockert die Bank mit Sprüchen auf. Im letzten Trainingsjahr hatten wir nicht so viele Trainingsstunden zusammen wie ich sie mir gerne gewünscht hätte. Göteborg hat uns näher gebracht. Du hast Dich sichtlich wohlgefühlt mit der Gruppe. Ich habe mich sichtlich wohlgefühlt mit Dir in der Gruppe. Der andere Philip in diesem Text wird hoffentlich das gleiche Vergnügen mit Dir haben. Solltest Du in der JBBL trainieren wollen, wären es vier Einheiten pro Woche. Montags frei. Dienstag-Freitag Training. Wenn du das möchtest und beim Training bist, glaube ich, dass es gehen wird.