Das vorletzte Saisonspiel hatte alles, was ein spannendes Basketballspiel braucht: Drama, Anstrengung, Tränen, Zusammenhalt, Führungswechsel, Nervenkitzel. Am Ende waren es zwei Punkte, die Hermsdorf mehr erzielt hat als BGZ. In der Verlängerung. Nach 45 Minuten Spielzeit. Die nackten Zahlen beschreiben das Messbare: 65:67.

Die Qualität des Spiels ist mit Worten zu beschreiben. Die Lernkurve ist in engen Spielen ungleich höher als in einem Spiel, das man mit +20 Punkten gewinnt. Enge Spiele bedeuten:

  • Jeder Ballbesitz hat mehr Bedeutung.
  • Jede Müdigkeit fällt auf.
  • Der Charakter einer Mannschaft zeigt sich.

Welchen Charakter haben wir nun? Nun ja, wir gewinnen das vierte Viertel mit 6 Punkten und retten uns in die Verlängerung. Die zweite Halbzeit - vor allem das letzte Viertel - hat das Beste in uns auf der Bank hervorgebracht. Wir waren alle im Spiel. Niemand hat "nur" zugesehen. Richies Euphorie ist mir besonders aufgefallen. In Straßenklamotten hat er zugesehen. So schön, dass er wieder dabei ist! Fast ein Jahr warst Du weg und doch nie ganz weg. 

Welchen Charakter haben wir nun? Nun ja, wir verlieren ohne Druck den Ball. Oft zu oft. Passfehler, die einem das Leben schwer machen können. Mikrokosmos Basketball eben. Die Köpfe hängen!

Welchen Charakter haben wir nun? Wir liegen mit zwei Punkten hinten. Noch 7 Sekunden. Auszeit. Ich frage die Jungs "Wir brauchen einen Score! Wer möchte Verantwortung übernehmen?" Eren und Justus melden sich. Ich entscheide mich für Eren. Eren trifft den Wurf für die Verlängerung. Warum? Weil Jeffrey im richtigen Moment den Pass spielt, Jenö genau zur richten Zeit einen Block für Eren setzt, so dass Eren Zeit hat, in eine vertraute Wurfbewegung zu kommen. BANG! .

 

.. to be continued!