Mit einem ähnlichen Kader wie in der Vorsaison gingen wir auch in dieser Saison wieder in der Berliner Oberliga an den Start. Neben langwierigen Verletzungen sorgen naturgemäß auch neue Schwangerschaften immer wieder für Veränderungen in unserer Mannschaft. Aktuell fehlten in dieser Saison aus diesem Grund zwei Spielerinnen, aber wir konnten dafür auch drei Wiedereinsteigerinnen nach mehr oder weniger langer Baby-Pause bei uns begrüßen (wobei eine davon sofort wieder eine „Jungelternauszeit“ genommen hat). 

Unseren zahlenmäßig recht schmalen Kader wollten wir mit jungen Spielerinnen, die in der Oberliga viel Spielpraxis sammeln könnten, vergrößern, aber leider gab es da keinerlei Interesse bei den entsprechenden Kandidatinnen der BGZ. 

Zum Glück kam es im Spätsommer zum Kontakt mit dem amerikanischen Aupair Holly, die uns dann von Ende Oktober bis Februar bei den Spielen vor allem mit ihrer Energie unter den Körben exzellent unterstützte. Auch von ihrer Art her passte Holly super in die Mannschaft und wir ließen sie nur sehr ungern wieder zurück in´s Trump-Land ziehen. Nebenbei: es ist unglaublich, welche Formulare ausgefüllt werden müssen, wenn eine Amerikanerin in Deutschland eine Spielberechtigung erhalten möchte, selbst wenn dies nur den reinen Freizeitbereich betrifft. 

Die Hinrunde konnten wir sehr erfolgreich gestalten und verloren nur gegen TusLi 3, die identisch mit der wu16 und in ihrer Altersklasse in Deutschland nahezu konkurrenzlos ist. Die übrigen acht gegnerischen Teams, die im Schnitt vielleicht auch so ca. zehn Jahre weniger auf den Buckeln haben, konnten wir schlagen, wenn auch bei zwei Spielen nur nach spannender Verlängerung, und gingen somit als Tabellenzweiter in die Weihnachtspause!

In der Rückrunde kämpften wir weiterhin mehr gegen verletzungsbedingte Ausfälle als gegen verstärkte Gegnerinnen und verloren neben dem Rückspiel gegen TusLi 3 auch zwei weitere Spiele, bevor es nun im März zur spannenden Endphase der Saison kam. Das Rückspiel gegen unseren Tabellennachbarn Pankow verloren wir zwar auch, konnten uns aber mit einem Kraftakt in den letzten Spielminuten noch den direkten Vergleich mit einem Korbpunkt sichern. Nach einem Sieg im vorletzten Saisonspiel bei den Freibeutern schauten wir ungläubig auf die Tabelle und durften feststellen, dass wir plötzlich und erstmals in dieser Saison Tabellenführer waren! Die Konkurrenten verloren halt auch wichtige Spiele und TusLi verzerrte den Wettbewerb, indem sie aufgrund der Vielfachbelastung der Jugendlichen im Jugend-, Nachwuchsbundesliga- und Damenspielbetrieb bei zwei Spielen nicht antraten und andere Spiele mit schwächerem Kader bestritten. 

Das bedeutete, dass wir bei einem Sieg im letzten Spiel gegen Tiergarten ISC, die noch um den dritten Tabellenplatz kämpften, Berliner Meister werden konnten. Und bis zur 38. Minute führten wir sogar, trotz vieler eigener Fehler, aber mit einer aufopferungsvollen Verteidigung! Dann reichte leider unsere Kraft und Konzentration nicht ganz und wir mussten uns knapp geschlagen geben. Da TusLi 3 ihr letztes Spiel gewann, beendeten wir die Saison als Vizemeister. Für uns ist dies trotz der letzten Niederlage ein RIESIGER ERFOLG, auf den wir sehr stolz sein können!