Nach mehreren Zerreißproben in den vergangenen Wochen stand heute die erste der beiden weiten Auswärtsfahrten in der Hauptrunde für die Jungs von Higherlevel Berlin an. Nicht nur, dass sich die Verletzungsmisere der Südberliner weiter fortsetzte, sondern auch zwei bittere Niederlagen gegen die Nachbarn aus Lichterfelde sowie die Partner von ALBA Berlin mussten in den letzten Wochen verdaut werden. Da hieß es heute: Mund abwischen und weitermachen!

Mit dem Zug ging es dieses Mal ins verschneite Gotha, um dort gegen das Team von Peter Krautwald einen richtungsweisenden Sieg für die bevorstehenden Play-Offs zu sichern.

Das positive Bild dieses Spiels war die Tatsache, dass insgesamt 13 Spieler den Weg aus Berlin mit antraten und auf der Spielerbank Platz nahmen. Leider waren es jedoch wieder nur neun, die auch aktiv am Spiel mitwirken konnten.

Während der Start ins Spiel gut und konzentriert verlief, zeichneten sich bereits zum Ende des 1. Viertels einige schwierige Spielbedingungen ab. Max Marangosov, als Schlüsselspieler auf Berliner Seite, erhielt bereits kurz vor Ende des 1. Viertels sein drittes Foul, die Gothaer Zuschauergemeinde zeigte sich wenig gastfreundlich und alles in allem fiel es dem Team von Norbert Opitz schwer, den Kopf im Spiel zu behalten, anstatt sich mit den vielen Nebenkriegsschauplätzen zu beschäftigen. Zu viele Ballverluste, wenig Herzblut in der Verteidigung unterm Korb und mangelnde Bereitschaft zum harten Rebounding ließen die Berliner mit einem 8-Punkte-Rückstand in die Pause gehen (39:47). Die Marschroute für die zweite Hälfte lautete demnach: Mehr Fokus auf das eigene Spiel, bessere Transition-Defense, mehr Tempo nach vorne, Rebounds sichern und vor allem positiver Support von der Bank.

Wie nach Drehbuch gelang es der Mannschaft von Coach Opitz, die vorgenommenen Punkte umzusetzen: Es wurde weder mit Schiedsrichtern noch mit Zuschauern diskutiert. Stattdessen schafften es die Jungs, mit viel Energie auf dem Feld vor allem den Ballvortrag für die Rockets bis zur Erschöpfung zu erschweren. Schnelle Hände der Berliner Guards, Einsatz beim Rebounding und gutes Spacing in der Set-Play-Offense sorgten für teilweise einfache und teilweise gut erarbeitete Punkte.

Nachdem die beiden Schlüsselspieler auf Gothaer Seite im 4. Viertel jeweils mit fünf Fouls auf der Bank Platz nehmen mussten, konnten die Jungs von Higherlevel die erarbeitete Führung verwalten und den wichtigen Sieg mit nach Hause nehmen (84:75).

In den nächsten zwei Wochen stehen nun noch die beiden Rückspiele gegen MBC und Göttingen an. Sollte Higherlevel am kommenden Sonntag in eigener Halle gewinnen, kann ihnen der dritte Platz nicht mehr genommen werden, was für die erste Play-Off-Runde eine gute Ausgangssituation wäre. Es wird daher jede Unterstützung benötigt, die die Jungs kriegen können! Kommt am Sonntag um 11:30 Uhr in die JFK!

"Die Halbzeit des Spiel heute stellte ganz klar den Tiefpunkt aller Ereignisse der letzten Woche dar. Ich bin aber stolz, dass wir als gesamtes Team einen Weg gefunden haben die Talsohle heute zu durchschreiten.  Sicherlich liegt viel Arbeit vor uns, wieder den Basketball von vor ein paar Wochen zu spielen, doch wirkt die Mannschaft gewillt es anzugehen!“ kommentierte Head Coach Norbert Opitz das Spiel aus seiner Sicht.