Was war das für eine Hauptrunde, die die JBBL-Mannschaft von Higherlevel Berlin am vergangenen Sonntag abgeschlossen hat? Von Verletzungen über Krankheiten zu erarbeiteten Siegen, hilflosen Niederlagen, unverdienten und Überraschungssiegen – die Bandbreite war groß und voller Bewährungsproben.

Die vergangene Trainingswoche war gezeichnet von zwei Dingen: Erneut etliche Verletzungen, die den Kader auf eine ungemütliche, wenn auch vertraute Größe von fünf bis sieben Spielern reduzierten sowie die Nachwehen des höchst unattraktiven Spiels gegen die Jungwölfe des MBC, das am Sonntag zuvor einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen hatte. Und das, obwohl das Team von Norbert Opitz als Sieger aus dieser Begegnung hervorgegangen war. Es gibt jedoch Spiele, die man nicht gewinnt, sondern der Gegner verliert und ein solcher Sieg resultierte aus einer energielosen und unkreativen Leistung der Higherlevel-Jungs.

Umso schöner war es, aus dem letzten Hauptrundenspiel in Göttingen mit einem Überraschungssieg in die Vorbereitung auf die erste Play-Off-Runde zu gehen. Die Voraussetzungen für das Auswärtsspiel waren ähnlich schlecht wie in den Wochen zuvor. Mit dezimiertem Kader und einer daraus resultierenden ungewöhnlichen Aufstellung und Rotation versprach sich das Trainergespann nicht viel von der bevorstehenden Partie. Da jedoch zuvor bereits die Platzierungen für die Play-Offs feststanden und von dem Ausgang des Spiels unberührt blieben, konnten die Berliner eine Leichtigkeit mit in das Spiel nehmen, die ihnen am Ende einen überraschenden, jedoch verdienten Sieg brachte. Aufopferungsvoll verteidigten die acht einsatzfähigen Jungs ihren Korb und wollten, trotz hoher Treffsicherheit der Gastgeber von außen, den Sieg nicht kampflos hergeben. Vor allem die Bereitschaft in der zweiten Hälfte, trotz müder Beine und brennender Lunge immer wieder nach vorne zu laufen und daraus einfache Punkte zu erzielen, brachte den Berlinern den nötigen Puffer, um zum Ende ausgemergelt und dezimiert einen hauchdünnen Vorsprung zum Sieg zu verteidigen.

„Nach kleinen Schritten zurück in der Vorwoche waren alle Jungs bereit, wieder große Schritte nach vorne zu machen, was vor allem bei der physischen Bereitschaft gelungen ist und auch das Spiel in Göttingen sicherte. Dennoch sind wir lange noch nicht da, wo wir hinwollen, was die Statistiken der Rebounds deutlich belegen.

Für die Play-Offs werden wir da weiter zulegen und unsere spielerische Identität noch weiter schärfen müssen“, so die Bilanz von Headcoach Norbert Opitz nach dem Spiel.

In zwei Wochen (04. März in der JFK) fällt der Startschuss für die Play-Offs, wo die Jungs von Higherlevel  in der ersten Runde auf Paderborn treffen. Der Spielmodus ist „Best of 3“, so dass ein Sieg in eigener Halle bereits die Weichen stellen kann für den Einzug in die nächste Runde. Da im „K.O.-Prinzip“ niemand sagen kann, wie viele Heimspiele noch kommen werden, hoffen wir auf zahlreiches Erscheinen. Die Jungs brauchen jede Unterstützung, die sie kriegen können!