Nach dem bisher guten Saisonstart fuhren die Herren 3. der BGZ als Favorit zum gestrigen Auswärtsspiel zur Tus Neukölln. Trotz einiger krankheitsbedingter Absagen konnte Coach Große noch auf eine ordentlich besetzte Bank zurückgreifen - der Kader ist zum Glück tief genug, dass unsere Physios so früh in der Saison kein Risiko eingehen müssen.

Die vorausschauende Kaderplanung scheint sich bisher auszuzahlen. Hoffen wir, dass das so bleibt!

Dennoch entwickelte sich anfangs ein munteres Spielchen, weil die Neuköllner sich auch was vorgenommen hatten. Da auf den großen Positionen etwas dünner besetzt, setzte der Gegner dabei praktisch die ganze  Partie auf eine Zonenverteidigung.

Durch die tiefe Rotation hakte es bei uns da anfangs etwas in der Abstimmung, aber dafür waren die Schützen gut aufgelegt. Aus 10:8 für den Gegner wurde ein 12:21 – 4 Dinger vom Hermannplatz bei guter Quote schien mehr zu versprechen. Doch mit etwas nachlassender Intensität ging es mit 18:21 in die Viertelpause.

Die folgende Ansprache war offensichtlich sehr pointiert – schnelle 9 Punkte für die BGZ konnte den beständig wachsenden Block der Auswärtsfans beruhigen. Die Dreier fielen weiter, das Tempo blieb hoch und defensiv hatten wir uns auch gefangen, 24:42 zur Pause.

Das dritte Viertel fast ein Spiegel des zweiten und so konnte der Vorsprung auf 25 ausgebaut werden. Hervorzuheben hier mal die Schnellangriffe, ein vielleicht wegen des etwas „reiferen“ Kaders doch häufiger zu kurz kommendes Element unseres Spiels.

Im letzten Abschnitt wechselte der Coach munter durch, worunter so etwas die Struktur litt, defensiv wurde auch nicht mehr mit letztem Einsatz zugepackt und so konnten die Neuköllner, tapfer angeführt von ihren Guards und einem auf einsamer Flur kämpfenden Center das Ergebnis noch etwas aufhübschen. Zu drehen war da aber nix mehr und so gingen die Punkte verdient nach Zehlendorf, Endstand 53:77.

Die Scorer: Schulwitz 21(3), Spohr 11(3), Hentschke 9, Westerhausen 8(1), Danai/vonTschirnhaus 6, Vidic 5(1), Große 3(1), Denninghoff/Meyhöfer 2, Sommer 1