Jan bis Joni


Jan V: Adrett. Im Auftreten. Ebenfalls die Frisur. Scheitelig. Athletisch im Körperbau. Leider mit dem falschen Cap auf dem Kopf. Jedes Spiel zählt. Nur 50% geben geht nicht. Der junge Mann kennt nur 100% auf dem Feld. Da wird man auch schon einmal vom SR ermahnt, dass Jan alles versucht, um für sein Team einen Sieg zu ergaunern. Er hat beim Turnier die meisten Fouls beim 3er gezogen. Ich kann mich an 3-4 erinnern. Das ist fast eins pro Spiel. Könnte Rekord beim Turnier in Göteborg sein. Bill Simmons schrieb mal zu grantland.com Zeiten einen Artikel über 90/10 Jungs. Das ist Jan. Man lebt mit den 10 und liebt die 90.


Jeffrey K: Der Mann will. Nachdem mir lange nicht klar war, ob Jeffrey eine Babygiraffe oder ein Puma sein möchte, lege ich mich nach Göteborg fest. PUMA!!!! Er kann (konnte schon immer). Jetzt will er auch. Da rennt man auch schon über den ganzen Platz, um im Viertelfinale einen Spieler zu blocken. Verantwortung vorne. Einsatz hinten. Auf dem Feld bescheiden und still, aber nur so lange die Trainer dabei sind. Ich unterstelle, dass Jamal und Jan in jeder freien Sekunde Unsinn erzählen und nicht die braven Jungs sind. Wie dem auch sei: Jeffrey K. aka Jay King ist die nächsten Schritte gegangen. Ich vertraue ihm so, dass er sogar die Essenskarten aufbewahren durfte und keine einzige verloren hat!


Jenö P: Jenö aka Jen-Män. Einer von zwei 2006ern. Wieder im Turnier dabei. Gegen Ältere mitgehalten. Im Bus auf der Rückreise im Gang geschlafen. Zu Tim Benzkos "Ich bin doch keine Maschine" und zu Aquas "Barbie Girl" getanzt. Im Schlüpper durch das Klassenzimmer stolziert. Mitten im Spiel gefragt, als ich gerade besonders gute Laune hatte: "Darf man bei dem Turnier auch die Nummer 1, 2 und 3 auf dem Trikot tragen? GRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR. "Jenö, ist das jetzt gerade wichtig, oder was?" Meistens bin ich nach 10 Sekunden schon wieder friedlich eingestellt. Zu wohl fühlt man sich, wenn Jenö dabei ist. Der wohl einzige Bruder, der sich freut, wenn seine Schwester mit auf ein Turnier kommt. Wenn das nicht für seinen Charakter spricht.


Joni K: Der schöne Joni. So lieb und höflich. Nie um ein Lächeln verlegen. Hilfsbereit. Mit steiler Lernkurve. Auf dem Feld eine Ratte in der Verteidiger. Positiv ausgedrückt: Ein Schatten des Gegners. Joni gibt nie auf. Joni versteht, dass er vorne und hinten gut sein möchte. Das verstehen wenige. Manche nie. Joni spricht und gestikuliert mit Ben H. Ben hört zu. Joni will, dass das Team gut zusammenspielt. Eigene Punkte unwichtig. Dabei hat er einen Antritt und Drive. Auf dem Feld gewinnen, abseits des Feldes ein Gentleman. Zum Verlieben. Ich behaupte: Jeder Trainer muss Joni lieben. Wenn Du es in den JBBL Kader schaffst, werde ich mir gerne Spiele von Dir ansehen und denken: "Hat er sich verdient. Hat er einiges dafür getan."