- Wer bist du?

Marcus.JPG

--> Marcus Gehrmann, 32 Jahre alt und seit Kurzem stolzer Vater. Beruflich tummele ich mich in der Medienbrache und bin als Mediaberater beim Berliner Radiosender ENERGY tätig. 

 

- Wie lange bist du schon bei der BGZ?

Ich bin kein BGZ-Urgewächs aber mittlerweile lange genug da, um vielleicht mal eingebürgert zu werden!? :-) Ich kam 2005 vom TSV Rudow und habe in der Saison 2005/06 als erster FSJler bei BGZ mein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert und spiele seitdem auch selbst aktiv im Verein.

 

- Welchen Posten hast du bei der BGZ und warum?

Ich habe bereits viele Funktionen bei der BGZ wahrgenommen. Ich war mehrere Jahre als Trainer aktiv und füllte im Vorstand bereits das Amt des Beisitzers (damals noch mit dem Zusatz "für Soziales") und des Trainerausschussvorsitzenden aus. Darüber hinaus habe ich mich einige Jahre um die Auswahl unserer FSJler gekümmert und diese bei uns im Verein betreut. Auf der letzten Jahreshauptversammlung (Sommer 2017) wurde ich zum Vorstandmitglied für Sportorganisation gewählt. Darüber hinaus bin ich seit vielen jahren Teil des Pfingstturniers, seit 2013 sogar als verantwortlicher Turnierdirektor. 

 

Die Frage nach dem "Warum" liegt für mich auf der Hand: Ich mag Basketball und bin gerne Trainer. Ich habe aber auch schon früh über den Tellerrand hinausgeschaut und andere Aufgabenfelder im Verein entdeckt. Ein Verein braucht auch "hinter den Kulissen" Strukturen und Personen, die diese Strukturen aufrecht halten, sie mit Leben füllen und somit die Basis für eine gute Vereinsarbeit sicherstellen. Trainer wollen z.B. in der Halle einfach nur Training geben. Ohne Hallenzeiten, ohne Hallenschlüssel oder gar ohne entsprechendes Sportmaterial wäre dies nicht möglich. Ähnlich ist das auch beim Pfingstturnier, hier bedarf es ja bereits direkt nach dem Turnier wieder erste Maßnahmen und Vorbereitungen fürs Folgejahr. Das bekommen zwar nicht alle mit, aber wenn man nicht an gewissen Themen/Aufgaben dran bleibt, könnte unser Turnier nicht auf dem Level stattfinden, wie wir es bereits seit Jahrzehnten machen. 

 

- Was willst du mit der BGZ in der nahen Zukunft erreichen?

 

Hier habe ich ehrlich gesagt 3 Perspektiven: 

 

1.) Sportliche Sicht: 

Grundsätzlich ist es erstmal wichtig, dass wir als einer der größten deutschen Basketballvereine genau eine Sache hinbekommen: Die Vereinbarkeit von Breiten- und Leistungssport. In der Breite sind wir bereits seit mehreren Jahren im Verein selbst aber auch an diversen Grundschulen sehr gut aufgestellt. Die größte Herausforderung ist dabei Jahr für Jahr, die Teams und Schul-AGs mit entsprechenden Trainern auszustatten. Ich freue mich deswegen sehr darüber, dass wir aktuelle in allen Teams mit motivierten Trainern und Co-Trainern arbeiten können. 

An der Spitze laufen mehrere Projekte: Die JBBL (Jugendbasketballbundesliga; Teamname: Higherlevel in Kooperation mit SSC Südwest & ALBA Berlin) ist bereits im 2. Jahr und wir haben bei den 1. Herren (2. Regionalliga) ein spanndens Projekt zur Integration von Jugendspielern gestartet. Alle Maßnahmen möchte ich in regelmäßigen Abständen bewerten und ggf. entsprechende Ergänzungen/Veränderungen vornehmen, um eine sportliche Weiterentwicklung zu gewährleisten. Ich freue mich deswegen sehr, dass wir mit Nima (Sportkoordinator bei BGZ) und Kathi (Schiedsrichterreferentin bei BGZ) zwei Personen gefunden haben, die gerade dem sportlichen Bereich mehr Struktur verleihen. 

 

2.) Srukturelle Sicht: 

Ich möchte gerne eine lebendige Vereinsstruktur schaffen, bei der die Aufgaben möglichst auf viele Schultern verteilt sind. In diesem Zusammenhang ist auch eine "Nachfolgeregelung für Ehrenamtler" wichtig. Durch meine langjährige Funktionärstätigkeit bei der BGZ und als Geschäftsstellenleiter beim Berliner Basketball Verband habe ich mehrmals miterleben können, dass ein Loch entstehen kann, wenn ein Ehrenamtlicher seinen Posten räumt. Es ist somit wichtig, dass wir frühzeitig junge und motivierte BGZler in die Funktionärsstrukturen integrieren. Sie müssen die Chance bekommen, sich neben einem "erfahrenen Haasen" in gewisse Thematiken einarbeiten zu können. Nur so lässt sich eine reibungslose Weiterentwicklung bzw. eine Übergang vollziehen. 

 

3.) Pfingstturnier:

Nachdem in den letzten Jahren der Fokus auf der Hallenknappheit lag, möchte ich zukünftig gerne Ideen umsetzen, die bereits seit mehreren Jahren in meinem Kopf rumschwirren. Wir werden das Turnier weiterentwickeln und auch zusätzlich Zielgruppen ansprechen. Geplant ist z.B. im ersten Schritt, in 2018 für die Senioren einen Mixed- und einen 3x3-Wettbewerb auszuschreiben.   

 

- Was unterscheidet die BGZ deiner Meinung nach von anderen Vereinen?

Zu allererst kommt mir hier die GEMEINSCHAFT im Vereinsnamen in den Sinn. Wir richten Deutschlands größtes Basketballturnier für Jugend & Senioren aus. Ohne eine starke Gemeinschaft, wäre so ein Turnier gar nicht denkbar! Mir kommt aber auch die JFK und unsere Geschäftsstelle in den Sinn. Wir haben mit der JFK einen geilen Hallenkomplex, in dem 90% unserer Trainingszeiten stattfinden. Dort begegnen sich die Teams und Trainer. Andere Vereine verteilen sich über mehrere Halle, Teams begegnen sich selten und man kennt sich kaum... Apropos kennen: Kennt ihr schon unsere neue Geschäftsstelle im Hartmannsweiler Weg 45? :-) 

Es gibt gerade mal eine Handvoll Basketballvereinen in Berlin, die eine eigene Geschäftsstelle mit geregelten Öffnungszeiten haben. Wir haben eine Geschäftsstelle und schaffen so einen wesentlichen strukturellen Eckpfeiler in unserem Verein. 

Alles in allem ist auch das Angebot an Mannschaften herausragend (flächendeckend von Minis bis Ü45, männlich wie weiblich, Breiten- wie Leistungssport). All diese Punkte sorgen bei mir für einen gewissen Stolz auf und ein Zugehörigkeitsgefühl zur BGZ!

 

In diesem Sinne: BGZ GO!